Anwendungsfelder
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Anwendungsfelder

Tremormerkmale sind Anhaltspunkte für die Differentialdiagnose von Krankheiten und für die Optimierung von Therapieeinstellungen. Um die aktuellen Hürden der Tremor-Quantifizierung zu überwinden, wurde der Tremipen® entwickelt. Derzeit verwendete klinische Verfahren wie Accelerometrie oder Elektromyographie sind meist langwierig und an Kliniken oder Arztpraxen gebunden. Die Geräte sind stationär und erfordern geschultes Fachpersonal um Messungen vorzunehmen und auszuwerten. Auch der zeitliche Faktor spielt eine große Rolle, denn solche Verfahren dauern meist sehr lange.

Die Einschätzung einer Tremorfrequenz oder - amplitude ohne Hilfe solcher Geräte gestaltet sich oftmals als schwierig. Das menschliche Auge besitzt eine zu geringe Auflösung, um Tremormerkmale definitiv zu quantifizieren. Mit dem Tremipen® ist es möglich, Tremormerkmale objektiv und einfach zu messen. Der Tremipen® ermittelt Tremoramplitude und Tremorfrequenz in nur 30 Sekunden, die Werte werden nach der Messung sofort am Display angezeigt. Durch die einfache Handhabung ist es möglich, dass solche Messungen auch von PatientInnen, ohne Überwachung von medizinischen Experten, durchgeführt werden.


 

 

 

Wozu der Tremipen®?

Zusammenfassung von Frau Dr. Mariella Kögl
Klinische Abteilung für Neurogereatrie, LKH Graz


Beispiele für die Anwendung

 

Ersteinschätzung

„Ein neuer Patient kommt in eine Klinik oder Arztpraxis und klagt über einen Tremor in einer seiner Hände. Eine Messung mit Tremipen® wird durchgeführt, um eine erste Information über die Tremoramplitude und die Tremorfrequenz zu erhalten. Die Frequenz und die Amplitude können erste Informationen liefern und es kann, in Kombination mit zusätzlichen Tests, eine erste diagnostische Bewertung vorgenommen werden.“

 

Medikamentenwirksamkeit

„Eine Patientin mit der Parkinson-Krankheit klagt über die aktuelle Medikation und berichtet, dass ihre Symptome, wie etwa Tremor, stärker werden. Der Arzt verschreibt ein neues Medikament und fordert die Patientin auf, in einer Woche wiederzukommen. Der Tremipen® wird verwendet, um eine Messung während des aktuellen Besuchs und eine erneute Messung in einer Woche durchzuführen. Die Tremoramplitude zeigt an, ob das Medikament Auswirkungen auf die Tremorintensität hat oder nicht.“

 

Homemonitoring

„Eine Ärztin möchte sehen, wie stark ihr Patient im Alltag zittert. Ein Tremipen® wird dem Patienten geliehen und er wird gebeten, zweimal täglich, für die Dauer eines Monats, zu Hause Messungen vorzunehmen. Der Patient schreibt die Ergebnisse nach jeder Messung auf und bringt diese nach einem Monat mit zum nächsten Termin.“

 

Klinische Studien

„Ein neues Medikament gegen Essentiellen Tremor wird im Rahmen einer klinischen Studie getestet. Die StudienteilnehmerInnen erhalten einen Tremipen® und werden gebeten, zweimal täglich für 2-3 Monate ihren Tremor zu messen. Nach Abschluss der Testphase werden die Informationen über die Bluetooth-Schnittstelle aus dem Tremipen® extrahiert, damit die Messdaten für statistische Auswertungen zur Verfügung stehen.“

 

Rehabilitationszentren

„Ein Rehabilitationszentrum konzentriert sich auf PatientInnen mit Morbus Parkinson. Das Krankenpflegepersonal erstellt tägliche Bewegungsprotokolle, um den Fortschritt während einer Rehabilitationstherapie zu überprüfen. Die Ergebnisse des Tremipen® werden den Bewegungsprotokollen hinzugefügt, so dass ein objektiver Parameter verfügbar ist, um den Fortschritt zu überprüfen.“

 

Therapieoptimierung

„Ein Arzt möchte bei einem Tremor-Patienten einen ergänzenden Therapieansatz ausprobieren und empfiehlt dem Patienten jeden Tag spazieren zu gehen oder zu schwimmen. Eine Messung mit dem Tremipen® wird vor und zwei Wochen nach dem neuen Therapieansatz vorgenommen. Zusätzlich führt der Patient zwei Messungen pro Tag zu Hause durch, eine vor der Aktivität und eine nach der Aktivität. Die Vergleichsmessungen zeigen an, ob sich die Tremoramplitude aufgrund der Therapie verändert hat oder nicht.“

 

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