FAQ
FAQ


FAQ

Der Tremipen® wird per Knopfdruck eingeschaltet, nach einer Messung schaltet er sich von selbst wieder aus.

Der Messprozess selbst dauert 30 Sekunden, inklusive Einschalt- und Vorbereitungszeit liegt die Dauer des Prozesses bei rund 40 Sekunden.

Die Bedienung ist einfach und fast identisch zu der eines Fieberthermometers. Der Knopf am Tremipen® wird gedrückt, danach hat man 5 Sekunden Zeit, um sich in Position zu bringen. Ein Piep-Ton ertönt, anschließend hält man das Gerät für 30 Sekunden locker wie einen Schreibstift in der Hand. Aktive Bewegungen müssen vermieden werden. Nach den 30 Sekunden ertönt ein weiterer Piep-Ton und die Messung ist beendet. Das Display zeigt die Messwerte sofort an. Danach schaltet sich der Tremipen® aus. Während allen Schritten zeigen graphische Anweisungen am Display, in welcher Phase man sich befindet.

Der Tremipen® funktioniert mit einer handelsüblichen AAA Batterie. Tremitas empfiehlt die Marke VARTA Industrial, da alle Funktionalitäten des Tremipen® ausschließlich mit diesem Batterietyp getestet wurden.

Bei regelmäßiger Verwendung mit 2 Messungen pro Tag, hält eine Batterie in etwa 6 Monate.

Es fallen außer dem Tausch der Batterie keine laufenden Wartungskosten an. Laut internationalen Richtlinien muss der Tremipen®, als ein Medizinprodukt, alle 2 Jahre überprüft werden. Diesen Wartungs-Service bietet die Tremitas GmbH an; dieser Service wird separat verrechnet.

Inklusive Batterie wiegt der Tremipen® ca. 30 Gramm.

Die Lebensdauer des Tremipen® beträgt 8 Jahre ab Kaufdatum. Die Lebensdauer ist nicht an die Herstellergarantie gebunden, diese beträgt 2 Jahre ab Kaufdatum.

Der Tremipen® ist für folgende Erkrankungen und Symptome entwickelt worden:

  • Parkinson-Krankheit (Morbus Parkinson)
  • Essentieller Tremor
  • Tremor als Symptom

Die häufigste Methode ist das Beobachten des Tremors durch einen geschulten Neurologen. Ebenfalls können EMG (Elektromyographie) oder EMG-Accelerometer verwendet werden; diese stehen aber nur in Kliniken und spezialisierten Arztpraxen zur Verfügung und werden aufgrund des zeitlichen Aufwands nur selten genutzt.

Aus physikalischer Sicht betrachtet ist das Zittern eine Abfolge von Beschleunigungen im zwei- und dreidimensionalen Raum. Der Tremipen® misst einerseits die Stärke des Zitterns (Wert in mG) bei diesen Beschleunigungen, andererseits die Schnelligkeit (Wert in Hz) dieser Beschleunigungen.

Die Messintervalle können individuell und auch mit den behandelnden Ärzten abgestimmt werden:

  • Idealerweise wird 2 Mal täglich gemessen, einmal vor der ersten Medikamenteneinnahme, einmal nachdem die Wirkung eingesetzt hat (abhängig vom jeweiligen Medikament)
  • Ebenfalls möglich ist eine Messung pro Tag, solange die Uhrzeit der Messung jeden Tag gleich gewählt wird.
  • Eine weitere Variante ist pro Monat ein drei Tagen hintereinander zweimal täglich.

Bei der subjektiven Tremorerfassung beobachtet ein Mensch mit den eigenen Augen den Tremor, indem die zitternden Hände beobachtet werden und die Stärke auf einer Skala von zum Beispiel  0-4 eingestuft wird. Bei der objektiven Tremorerfassung misst ein Sensor den Tremor und gibt objektive Messwerte zur Frequenz und Amplitude aus.

Regelmäßige Messungen des Tremors geben durch die objektiven Daten ein gutes Bild, wie sich die Krankheit entwickelt.  Auch geben sie Rückmeldung zu aktuellen (medikamentösen) Therapieansätzen. In Diagnosestraßen können die Messwerte zur Tremorfrequenz und -amplitude des Tremipen® Ersteinschätzungen unterstützen.

Ja, der Tremipen® kann auch einen Tremor erfassen, der vom menschlichen Auge nicht mehr erfasst werden kann.

Internationale Organisationen wie die „International Parkinson and Movement Disorder Society“ (MDS) stellen ganz klar fest, dass die objektive Erfassung von Symptomen bei Erkrankungen wie Parkinson, zu denen auch der Tremor gehört, nicht nur möglich, sondern auch dringend notwendig ist.

Wir möchten insgesamt zwei Referenzwerte zur Verfügung stellen, die auf wissenschaftlichen Daten beruhen. Einerseits liegt das durchschnittliche Zittern von gesunden Menschen bei rund 3mG. Ebenfalls liegt eine Vergleichstabelle vor, die ungefähre Bereiche des Tremorschweregrades definiert. Diese Vergleichstabelle wurde aus unseren Studiendaten generiert. Ebenfalls sind Tabellen für die Frequenz verfügbar. Die Tabellen finden Sie hier

Die Uhrzeiten können individuell und mit den behandelnden Ärzten abgestimmt gewählt werden. Mögliche Uhrzeiten sind:

  • Am Morgen nach dem Aufstehen
  • Am Abend vor dem Schlafen gehen
  • Kurz vor der Medikamenteneinnahme
  • Kurz nachdem die Medikamentenwirkung beginnt (Zeit hängt vom jeweiligen Medikament ab)

Wichtig ist, dass möglichst immer zu selben Uhrzeit gemessen wird, damit der Verlauf des Tremors besser dokumentiert werden kann.

Je nach Erkrankung und Tremor-Art gibt es mehrere standardisierte Positionen für die Messung. Für Parkinson ist zum Beispiel die Ruhetremorposition üblich (Sitzen, Hände auf Schoß ausruhen), beim Essentiellem Tremor ist die Haltetremorposition üblich (Sitzen, Hände nach vorne ausgestreckt). Es sollte eine Position gewählt werden, in der der Tremor präsent ist. Das kann mit den behandelnden Ärzten geklärt werden.

Der Tremipen® wird grundsätzlich wie ein Stift gehalten. Daumen und Zeigefinger liegen in den Griffmulden, der Mittelfinger stützt den Tremipen® von unten. Die Seite mit der Batterieabdeckung liegt locker am Handrücken auf. Dadurch ist es möglich, den Tremipen® möglichst locker zu halten.

Im Jahr 2016 wurde an der Medizinischen Universität Graz eine klinische Studie zum Tremipen® durchgeführt. Die Zusammenfassung dieser Studie finden Sie hier