Tremipen®
Tremipen®

 

Was ist der Tremipen®?

Der Tremipen® ist das erste mobile Messgerät in Stift-Form, das sowohl von Ärzten als auch von Tremor-PatientInnen selbst verwendet werden kann, um objektiv die Stärke und Frequenz des Tremors (Zittern) in den Händen zu messen. Die Messungen des Zitterns mit dem Tremipen® sind so einfach wie die Messung der Körpertemperatur mit einem Fieberthermometer: Betroffene aktivieren mittels Knopfdruck den Sensor

im Inneren des Gerätes und halten den Tremipen® für 30 Sekunden in der Hand. Nach dem Ende des Messvorganges werden die ermittelten Werte sofort am Display ausgewiesen. Die Werte für die Tremoramplitude (Stärke des Zitterns) werden in mG (milli-G) angegeben und die für die Tremorfrequenz in Hz (Hertz). Diese beiden Parameter sind wichtig für die Quantifizierung eines Tremors.


 

 

 

 Video: Was ist der Tremipen®?

Eine Zusammenfassung über den Tremipen® und seine Funktion.

 


Wofür kann der Tremipen® verwendet werden?

Der Tremipen® erfasst die Merkmale des Tremors exakt, um Ärzte bei der Diagnose von Krankheiten oder bei der Optimierung der individuellen Therapie zu unterstützen. Für die Diagnose erfolgt die Messung in der Praxis. Für die Therapieüberwachung wird das Zittern regelmäßig, am besten zweimal täglich, von PatientInnen selbst zuhause gemessen; die Messwerte können aufgeschrieben und dann zum nächsten Kontrolltermin mitgenommen werden. So sehen behandelnde Ärzte, wie sich der Tremor seit dem letzten Besuch verändert hat und wie ihre PatientInnen zuhause, in ihrem täglichen Umfeld, zittern. Ein eventueller „Vorführeffekt‟, bei dem der Tremor, aufgrund von Nervosität oder ähnlichem, anders als im täglichen Umfeld auftreten kann, wird somit umgangen.

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Mobile Anwendung des Tremipen®

Durch die einfache Anwendung und die Mobilität des Tremipen® ist es erstmals möglich, Messungen des Tremors auch außerhalb von Kliniken oder Arztpraxen durchzuführen. Der Tremipen® benötigt keine weiteren Geräte für den Messvorgang und die anschließende Auswertung. Durch die austauschbare AAA Batterie als Energielieferant ist der Tremipen® nicht kabelgebunden und kann mobil für Messungen eingesetzt werden. Der Tremipen® kann in Kliniken oder Arztpraxen eingesetzt werden, damit sich behandelnde Ärzte ein klares Bild über den aktuellen Tremor machen können. Durch seine einfache Nutzung eignet er sich insbesondere für ein Home-Monitoring von PatientInnen, um eine objektive Verlaufskurve des Tremors zu erhalten.


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Wie wird der Tremipen® verwendet?

Für eine Messung halten Betroffene den Tremipen® locker in der Hand, mit der Spitze nach vorne, wie einen Schreibstift:

  • Zeigefinger und Daumen liegen in den Griffmulden, der Mittelfinger stützt den Tremipen® von unten. Die Seite mit dem Batteriefach liegt am Handrücken auf. Wichtig ist ein lockerer Griff, da sonst ein physiologisches Zittern oder eine starke Muskelkontraktion den eigentlichen Tremor während der Messung beeinflussen könnte.
     
  • Mittels Knopfdruck werden der Beschleunigungssensor und die Elektronik im Gerät aktiviert. Am Anfang des Messvorgangs ertönt ein Piep-Ton und die 5-sekündige Vorbereitungszeit beginnt, in der man eine Messposition einnehmen kann. Während der Messung sollte der Tremipen® ruhig gehalten und keine bewussten Bewegungen ausgeführt werden. Die Messposition muss 30 Sekunden lang gehalten werden.
     
  • Am Ende des 30-sekündigen Messvorganges, das wieder durch einen Piep-Ton signalisiert wird, werden die ermittelten Werte sofort am Display ausgegeben. Mit einem erneuten Knopfdruck kann zwischen Amplitude (Wert in mG, erscheint als erster Wert nach der Messung) und Frequenz (Wert in Hz) hin und her geschalten werden.
     
  • Die Werte können dann in ein „Tremor-Tagebuch‟ geschrieben werden; durch die regelmäßigen Messungen erhält man schließlich eine Verlaufskurve des Zitterns.
     
  • Nach dem Ende des Messvorganges schaltet sich der Tremipen® automatisch ab und kann für eine erneute Messung verwendet werden.

Messwerte des Tremipen®

Der Tremipen® misst zwei wichtige Parameter für die Tremor-Quantifizierung: Die Tremoramplitude (Stärke des Zitterns) und die Tremorfrequenz (Schnelligkeit des Zitterns). Diese beiden Werte werden nach der Messung sofort am Display angezeigt und können händisch aufgezeichnet werden. Die Entwicklung einer App sowie einer Webapplikation ist für die Zukunft geplant – der Tremipen® speichert auch bereits jetzt schon bis zu 300 Messergebnisse intern; diese Werte können dann später mittels App oder Webapplikation ausgelesen werden. Ermöglicht wird dies durch ein eingebautes Bluetooth® Interface.  Zu den Daten, die gespeichert werden gehören Tremoramplitude, Tremorfrequenz sowie zusätzlich die Tremorenergie und ein Zeitstempel.

Weitere Informationen zu den Messwerten finden Sie unter Messwertanalyse


Technologie
 

Sensorik

Tremitas setzt beim Tremipen® auf eine standardisierte Technologie, die sich seit Jahrzehnten für die Messung des Tremors bewährt hat. Der Beschleunigungssensor erfasst die Beschleunigungsänderung während einer Anwendung. Das Prinzip der Beschleunigungsmessung kann mit jenem eines Seismographen verglichen werden, welcher bei unterschiedlichem Zittern stärker und schwächer ausschlägt.
 

Elektronische Verarbeitung

Damit der Tremipen® nicht zu groß und zu unhandlich ist und auch mobil eingesetzt werden kann, nutzt der Stiftsensor miniaturisierte elektrische Bauteile, die auf einer speziellen Platine angebracht sind. Diese Bauteile sammeln die Daten des Sensors und verarbeiten sie weiter; danach werden die Werte am Display angezeigt. Auch bei den Bauteilen handelt es sich um standardisierte Komponenten, die sich seit etlichen Jahren als zuverlässig und stabil bewährt haben.


Hülle

Das Material der Stifthülle entspricht den internationalen RoHS-Richtlinien, die garantieren, dass im Material keine gefährlichen Stoffe enthalten sind; zusätzlich ist das Material biokompatibel. Der Tremipen® sollte von Zeit zu Zeit gereinigt werden, damit sich auf seiner Oberfläche keine Bakterien oder andere Mikroorganismen bilden. Gründliche Reinigung oder Desinfektion ist vor allem dann zu empfehlen, wenn mehrere Anwender den Tremipen® nutzen. Für die Reinigung kann ein Isopropanol-haltiges Desinfektionsmittel (max. 70% Isopropanol) oder ein mildes basisches Reinigungsmittel (wie z.B. Seife) verwendet werden. Wichtig bei der Reinigung ist, den Tremipen® niemals in das Reinigungsmittel einzutauchen, sondern lediglich mit einem angefeuchteten Tuch abzuwischen und gleich abzutrocknen, damit die Elektronik nicht beschädigt wird.